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Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen

admin | 13. Dezember 2011

Das Siegener Forum ist eine Kooperation von Volkshochschule Siegen,Stadtarchiv Siegen, Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V.

Die Vortragsreihe richtet sich an alle Interessenten der Geschichte von Stadt und Land Siegen. Sie greift im monatlichen Turnus schwerpunktmäßig neuere Forschungen aus der regionalen Geschichte auf, soll aber auch offen sein für aktuelle allgemeinhistorische Beiträge. Als fester Termin für die Vorträge ist jeweils der dritte Donnerstag im Monat vorgesehen; Abweichungen von diesem Regeltermin sind im Einzelfall aus organisatorischen Gründen notwendig.

Termine für 1. Halbjahr 2012

Alle Termine –sofern nicht anders vermerkt – jeweils um19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs

19.01. Kirsten Schwarz, Hilchenbach: ‘Geschichte in Bildern’ – der erste Siegerländer Kunstverein und die Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler1922-1945

16.2. Philipp Dotschev, Siegen: Eine bischöfliche Visitation im Siegerland des Jahres 1729 – Neue Quellen zur Geschichte des Siegerlandes in der frühen Neuzeit im Staatsarchiv Würzburg

15.03. Dr. Marcus Weidner, Bad Sassendorf: “Wir beantragen… unverzüglich umzubenennen.” –Die Straßenbenennungspraxis in Westfalen und Lippe im Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit

19.4. Dr. Ulrich Barth, Münster: Die Entstehungsgeschichte, die Strecke und die ‘Schönbauten’ der Ruhr-Sieg-Eisenbahn und die Entwicklung des Siegener Bahnhofes

26.04. Klaus Dietermann, Siegen: Heute vor 70 Jahren: Zamosc.Beginn der Deportationen aus den Kreisen Siegen und Wittgenstein

24.05. Dipl.-Ing. (TU) Carsten Trojan, Wilnsdorf: Der Ingenieur Carl Ludwig Althans, sein Wirken und seine Verbindung ins Siegerland. Hüttenbaumeister 1820-1850

21.06. Klaus Dietermann, Siegen: 120. Geburtstag von WalterKrämer: Von Siegen nach Buchenwald

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Siegener Beiträge 16, 2011

admin | 13. Dezember 2011

Die Geschichtswerkstatt Siegen legt ihr neues Jahrbuch, das 16., vor, es enthält zehn Aufsätze und zwei Nachrufe.

Vier Beiträge haben biografische Bezüge: Christian Brachthäuser beschreibt das Leben der Klara Juliana Fürstin zu Nassau-Siegen, Wolfgang Hein stellt mit dem gebürtigen Burbacher Wilhelm Killig einen wenig bekannten Mathematiker aus dem Siegerland vor, während Almut Ochsmann sich der Jahre von Fritz Busch in Buenos Aires annimmt. Ulrich Opfermann verdeutlicht am Beispiel der Biografie des ehemaligen Siegener Oberbürgermeisters Ernst Bach die unterschiedlich praktizierte regionale Gedenk- und Geschichtspolitik.

Daneben würdigt Jens Friedhoff in seinem großen Überblicksartikel die landes- und regionalgeschichtliche Forschung zum Siegerland und seinen Nachbarregionen.

Auf das im Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein archivierte Schriftgut der AOK Siegerland-Wittgenstein einschließlich ihrer Vorgängereinrichtungen weisen Nicola Bruns und Hans-Jürgen Höötmann hin. Horst Reichert verdeutlicht die Siegener Nachkriegsarchitektur am Beispiel der Bauten seines Vaters Günter Reichert und Erhard Krämer skizziert das Patronat der Laurentiuskirche zu Ferndorf.

Zeitlich, räumlich und sachlich liefern die Aufsätze wieder ein breites Spektrum regionalgeschichtlicher Forschung.

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Adelsgeschichte

admin | 1. Dezember 2011
Landesherrschaft und Klosterleben – 
Neues Buch zur Siegerländer Adelsgeschichte

Was verbindet das Allgäu und die Region Bodensee mit dem heimischen Fürstenhaus Nassau-Siegen? Christian Brachthäuser, Mitarbeiter des Stadtarchivs Siegen, hat sich in seinem neuen Buch auf eine spannende geschichtliche Spurensuche begeben.
„Mitte des 17. Jahrhunderts heiratete der Siegener Graf Johann Franz Desideratus in Gegenwart von Kaiser Ferdinand III. eine Angehörige der schwäbischen Reichsgrafschaft Königsegg-Aulendorf“, so der ambitionierte Forscher. Dadurch wurde eine enge Bande zu dem süddeutschen Grafengeschlecht geknüpft, das im Übrigen bis heute existiert und die Publikation mit Interesse unterstützt hat. „Die Spuren der Königsegger Grafen sind in Bayern und Baden-Württemberg noch immer präsent. Eindrucksvolle Schlösser, Burgruinen und Kapellen zeugen von dem Einfluss der Adelsfamilie im Alpenvorland.”
Von Historikern bislang kaum beachtet, hinterließen auch die Töchter aus dieser Verbindung ihre Spuren. Im niederländischen Thorn beispielsweise lebte Klara Juliana Fürstin zu Nassau-Siegen, eine Tochter der Aulendorfer Gräfin, zu Beginn des 18. Jahrhunderts als adlige Stiftsfrau. Ihr Wappen und ein Gedenkstein aus Marmor können heute etwa in der rund eintausendjährigen Abteikirche im ehemaligen Herzogtum Limburg besichtigt werden. Andere Nachkommen wiederum waren Kanonissinnen im Herzogtum Lothringen oder in der Grafschaft Hennegau, wo sie als Angehörige des nassauischen Hochadels in ehrwürdigen Klöstern dienten. Durch die Eheschließung des späteren Siegener Fürsten wurde sogar die enge dynastische Beziehung zum katholischen Fürstenhaus Nassau-Hadamar auf dem Westerwald geknüpft. „Selbst dessen Mitglieder haben stets die verwandtschaftliche Verbindung zur Grafenfamilie Königsegg betont. In den Archiven schlummert eine Vielzahl erkenntnisreicher Dokumente, die den Stellenwert des süddeutschen Adelshauses für die Fürsten von Nassau-Siegen und Nassau-Hadamar unterstreichen. Nicht uninteressant ist sicherlich auch der Hinweis, dass ein Angehöriger der Allgäuer Linie Königsegg-Rothenfels als Kölner Kurfürst im Sauerland bis heute eine besondere Wertschätzung genießt“, so der Autor.
Landesherrschaft und Klosterleben, so der Titel der großformatigen und reich illustrierten Neuerscheinung aus dem Ancient-Mail-Verlag, porträtiert nicht nur ausgewählte Stationen und Biografien dieses unbekannten Kapitels deutscher Adelsgeschichte, sondern dürfte für Geschichtsfreunde in ganz Südwestfalen wertvolle neue Informationen bereit halten. Das Buch ist ab sofort im Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich.
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Jahrbücher Siegener Beiträge

admin | 18. November 2011

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Nassau, Siegen und die Niederlande

admin | 2. November 2011

Zum 450. Geburtstag von Johann VII. “der Mittlere“ Graf zu Nassau-Siegen (1561-1623) im Jahr 2011 hat sich das Stadtarchiv Siegen etwas Besonderes einfallen lassen. Aus Anlass des Jubiläums hat die im Siegerland lebende Niederländerin Maconea Brachthäuser-Fruijtier ihre in monatelanger Auseinandersetzung mit der nassauischen Geschichte angefertigten Porträtzeichnungen der landesherrlichen Familie für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt, die vom 17. November bis zum 22. Dezember 2011 im Siegener KrönchenCenter zu sehen sein wird. „Als Grundlage dienten in erster Linie zeitgenössische Kupferstiche und Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts. Durch mein bevorzugtes Arbeitsmaterial Sepiakreide haben die ausdrucksstarken Bildnisse jedoch einen ganz neuen Stil erhalten“, so die künstlerisch ambitionierte und geschichtsinteressierte Niederländerin, die weiter ausführt: „Das Stadtarchiv Siegen erschien mir die geeignete Plattform, um vor dem Hintergrund des Jubiläums auf die engen Bande zwischen meiner Heimat und der Siegener Fürstenfamilie aufmerksam zu machen.“

Der Reiz der Ausstellung besteht nach Auskunft der Veranstalter darin, dass jeder der rund 20 Porträtierten des Fürstenhauses Nassau-Siegen mit einem konkreten Schauplatz der niederländischen Geschichte in Verbindung gebracht wird. Repräsentative Städte, Schlösser oder andere kunsthistorisch eindrucksvolle Monumente in den Provinzen Gelderland, Limburg, Utrecht, Nordbrabant und Zeeland erhalten dadurch einen konkreten Bezugspunkt zur Stadt Siegen. Im Rahmen der offiziellen Ausstellungseröffnung am 17. November 2011 um 19.30 Uhr im Stadtarchiv Siegen wird dieser Aspekt durch einen Multimedia-Vortrag vertieft. Christian Brachthäuser wird im Rahmen der Vortragsreihe “Siegener Forum“, eine Kooperation von Stadtarchiv und Volkshochschule Siegen sowie Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., ausführlich über spannende, bislang unbekannte Kapitel aus der langen Geschichte des Hauses Nassau-Siegen referieren und dabei wissenswerte neue Details präsentieren. Was verbindet etwa Roermond oder Nijmegen mit dem Siegerland? „Das so genannte Mauritshuis in Den Haag steht für mich sinnbildlich für die enge historische Beziehung zwischen der Nassaustadt Siegen und den Niederlanden, wurde es doch von Fürst Johann Moritz erbaut. Aber es gibt noch mehr zu entdecken. Die Spuren Nassau-Siegens sind allenthalben präsent und laden zu vielen interessanten Stippvisiten ein“, erklärt die Hobby-Künstlerin.

Nach der offiziellen Ausstellungseröffnung am 17. November können die Bildnisse noch vier Wochen lang bis einschließlich den 22. Dezember 2011 zu den regulären Öffnungszeiten des Stadtarchivs Siegen besichtigt werden. Dienstags und Donnerstags von jeweils 10 bis 19 Uhr, Mittwochs und Freitags von 10 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei!

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Nassau, Niederlande, Siegen
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Das Siegerland zur Zeit der Kelten

admin | 23. Oktober 2011

Einen spannenden Vortrag zur Geschichte der vorrömischen Eisenzeit im Siegerland dürfen die Besucher des „Siegener Forums– Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am kommenden Donnerstag im Siegener KrönchenCenter erwarten. Dann wird der Bochumer Archäologe Dr. Manuel Zeiler die Ausgrabungsergebnisse und neueren Erkenntnissen zur Keltenzeit in unserer Region referieren.

Die Bedeutung des Siegerlandes für die Stahlgewinnung während der Industrialisierung ist hinlänglich bekannt. Dagegen ist der Stellenwert der Region in der jüngeren Eisenzeit – der Epoche der antik überlieferten Kelten – nur wenig geläufig. Langjährige archäologische Forschungen rekonstruieren eine für Mitteleuropa einzigartige Siedlungs- und Produktionslandschaft. Allmählich zeichnen sich die Konturen einer spezialisierten Wirtschaftsregion im Hinterland der eisenzeitlichen Zentren an Mittelrhein und Hessischer Senke ab, wobei viele spannende Fragen nach wie vor offen sind: Können die Produktionsprozesse der keltenzeitlichen Schmiede rekonstruiert werden? Wie stark griff der Mensch in den Naturraum ein? Was waren die Gründe vom Entstehen und Niedergang der keltenzeitlichen Produktionsregion?

Im Rahmen seine bebilderten Vortrags wird sich Dr. Manuel Zeiler vom Archäologischen Institut der Ruhr-Universität Bochum u.a. diesen Themen widmen. Gegenstand werden dabei auch die neuen Ausgrabungen und Forschungen der letzten Jahre im Raum Siegen sein.

Der Referent, 1977 in Hachenburg/Westerwald geboren, führt nach zahlreichen archäologischen Stationen im In- und Ausland das Kooperationsprojekt „Eisenzeitliche Montanlandschaft Siegerland“ des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, der LWL Archäologie für Westfalen sowie der Ruhr-Universität Bochum durch.

Die Vortragsreihe „Siegener Forum“ ist eine Kooperation von Volkshochschule und Stadtarchiv Siegen, Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. und stellt im monatlichen Wechsel neuere Forschungen aus dem Spektrum der regionalen Geschichte vor, ist aber auch offen für aktuelle allgemeinhistorische Beiträge.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 27.10.2011, um 19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter, Markt 25, Siegen. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 €.

 

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Ausgrabungen, Kelten, Siegerland, vorrömische Eisenzeit
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Umstrittenes Gedenken

admin | 11. Oktober 2011

In einer weiteren gemeinsamen Veranstaltung von „Aktivem Museum Südwestfalen e.V.“ und dem „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ spricht der Kölner Historiker Dr. Hans Hesse über einem Sonderfall des öffentlichen Erinnerns. Unter dem Titel „Hütet der Heimat heilige Scholle. Deutsch soll sie bleiben…“ widmet er sich er sich der Rolle der Vertriebenen-Denkmäler in der Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung.

In der schleswig-holsteinischen Stadt Schenefeld kam es bereits im Sommer 1989, also wenige Monate vor dem Mauerfall, zu einer heftigen Auseinandersetzung um die Inschrift des Vertriebenendenkmals des Ortes von 1953. Sie lautet: „Hütet der Heimat heilige Scholle. Deutsch soll sie bleiben, komme was da wolle, Freud oder Leid. Deutsch soll sie bleiben in Ewigkeit.“ Dieser Streit endete mit einem Kompromiss: Dem Denkmal wurde eine weitere Tafel hinzugefügt. Ähnliches geschah und geschieht in vielen Teilen Deutschlands. Denkmäler, die an die Vertreibung erinnern, werden verändert oder gar zurückgebaut. Der Vortrag zeigt anhand von Bild- und Quellenmaterial Beispiele dieses notwendigen Wandels der öffentlichen Erinnerung.

Der Referent, 1961 in Bremen geboren, ist Leiter des Projekts „Archiv des Gedenkens an die NS-Zeit im Rheinland“ an der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln und Autor zahlreicher Publikationen zur NS-Geschichte.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 13.10.2011, um 19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter, Markt 25, Siegen. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 €.

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Denkmäler, Vertriebene
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“Vergangenheitsbewältigung”

admin | 26. September 2011

Im Rahmen des Siegener Forums spricht am 29. September 2011 der Historiker Dr. Ulrich Friedrich Opfermann zum Thema: Zum Umgang mit dem Nationalsozialismus in einer Region

Bald drei Generationen nach dem Ende des Nationalsozialismus kann bilanziert werden, in welchen Formen sich die Auseinandersetzung mit diesem Zeitabschnitt der regionalen Historie vollzog. Gab und gibt es so etwas wie eine Kultur des Erinnerns, des Gedenkens? Gab und gibt es „Vergangenheitsbewältigung“? Und wenn ja, seit wann? Der Referent fragt nach der Chronologie des öffentlichen Erinnerns, er beschreibt die Phasen eines allgemeinen Lernprozesses und setzt seine Beobachtungen in einer visuellen Präsentation ins Bild.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.

Der Vortrag findet am Donnerstag, 29.09.2011, um 19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter, Markt 25, Siegen statt. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 €.

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Nationalsozialismus, Region, Vergangenheitsbewältigung
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Landrat Goedecke

admin | 14. September 2011

Die Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ setzt ihre Veranstaltungen nach der Sommerpause am kommenden Donnerstag mit einem Vortrag des Marburger Archivars Dr. Volker Hirsch über „Heinrich Goedecke (1881 – 1959) – ein Landrat zwischen Monarchie, Republik und Diktatur“ fort.

Heinrich Goedecke war von 1919 bis 1935 Landrat des Kreises Siegen. Der Vortrag skizziert die politische Biographie eines preußischen Beamten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Behandelt wird insbesondere Goedeckes Amtsführung in Zeiten politischer Umbrüche zu Beginn und Ende der Weimarer Republik, als er sich politischen Angriffen von links wie von rechts ausgesetzt sah. Die Ausführungen stützen sich vor allem auf die Überlieferung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz und
beleuchten die Biografie eines Politikers, der von der Mehrheit der Siegerländer sehr geschätzt wurde und seinerseits dem Siegerland sehr verbunden war: Goedecke entschloss sich nach jahrelanger berufsbedingter Abwesenheit, seinen Ruhestand in Siegen zu verbringen.

Der Referent Volker Hirsch ist promovierter Historiker, lebt in Unglinghausen und ist seit 2007 Dozent an der Archivschule in Marburg.

Die Vortragsreihe „Siegener Forum“ ist eine Kooperation von Volkshochschule und Stadtarchiv Siegen, Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. und stellt im monatlichen Wechsel neuere Forschungen aus dem Spektrum der regionalen Geschichte vor, ist aber auch offen für aktuelle allgemeinhistorische Beiträge.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 15.09.2011, um 19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter, Markt 25, Siegen. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 €.

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Heinrich Goedecke, Landrat
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Martinikirche Siegen

admin | 20. Juni 2011

“Ecclesia extra muros” 1311-2011 lautet der Titel des neuen Sonderbandes der Siegener Beiträge. Thematisch widmet er sich ausschließlich der vor 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnten Martinikirche in Siegen. Zwölf Beiträge beschäftigen sich mit der urkundlichen Überlieferung, der Baugeschichte und dem zugehörigen Friedhof, mit Johann Philipp Schuss und dem Wiederaufbau der Kirche im frühen 19. Jahrhundert, mit Taufbecken und Taufschale, mit den Glocken, dem Fußbodenmosaik und der Renovierung 1991.

Interessenten können das Buch im örtlichen Buchhandel erwerben. Mitglieder der Geschichtswerkstatt erhalten den Sonderband zum Vorzugspreis im Stadtarchiv Siegen.

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Martinikirche, Siegen
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Karl der Große

admin | 2. Juni 2011

Wie Karl der Große nach Siegen kam – 1130 Jahre nach seinem Tod
Vortrag des Siegener Forums im KrönchenCenter

Historiker mögen es glauben oder nicht: Karl der Große kam auch bis Siegen – allerdings erst als toter Mann und zwar exakt 1130 Jahre nach seinem Tod. Hier überstanden die Gebeine des Römischen Kaisers die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges im Hainer Stollen.
Dieser diente seit 1944 als Depot für unersetzliche Kunstschätze aus dem Rheinland. Hier sollten unter anderem die Domschätze aus Trier, der Münsterschatz aus Essen, Kunstwerke aus Kölner Kirchen und Museen sowie aus den Bonner und Aachener Museen Schutz vor Bombenangriffen finden, am wertvollsten war aber sicherlich der Aachener Domschatz mit dem Schrein Karls des Großen. Dessen Weg nach Siegen und wieder zurück nach Aachen widmet sich der nächste Vortrag des „Siegener Forums“ am kommenden Donnerstagabend. Der Titel des Vortrags im Siegener KrönchenCenter lautet: „Siegen und die Odyssee des Aachener Domschatzes im 2. Weltkrieg“.
Der Schatz war kurz nach Kriegsbeginn „auf militärischen Befehl“ gegen den Willen des Domkapitels nach Bückeburg ausgelagert worden. Im Ringen um das Verfügungsrecht über den Schatz musste man hinnehmen, dass der Reichsführer SS Himmler seine bedeutendsten Objekte als „reichswichtig“ einstufte und nach Meißen bringen ließ, von wo aus sie im Herbst 1944 vor der anrückenden Roten Armee ins südwestfälische Siegen gerettet werden konnten.
Die Träger des Siegener Forums sind besonders erfreut, als Referenten für den Abend den Aachener Diplom-Verwaltungswirt Josef Lambertz verpflichtet zu haben. Dieser hat über 20 Jahre ein kirchliches Archiv betreut und ist Autor von zahlreichen Publikationen zu Bauwerk, Ausstattung und Geschichte des Aachener Domes, darunter auch zum Schicksal des Domes und seines Schatzes im Zweiten Weltkrieg.
Die Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ ist eine Kooperation von Volkshochschule und Stadtarchiv Siegen, Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. und stellt im monatlichen Wechsel neuere Forschungen aus dem Spektrum der regionalen Geschichte vor, ist aber auch offen für aktuelle allgemeinhistorische Beiträge.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 9.06.2011, um 19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter, Markt 25, Siegen. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 €.

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Aachen, Domschatz, Hainer Stollen, Karl der Große, Siegen
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Ausstellung

admin | 13. Mai 2011
Ansichtskarte

Ansichtskarte: Gruß aus Siegen

„Empfangshallen, Stellwerke und Aborte 1861-2011.“
Architekturzeichnungen von Eisenbahngebäuden im südwestfälischen Raum. Eine Ausstellung zum 150jährigen Jubiläum der Eisenbahn im Siegerland.
Ort: KrönchenCenter, Markt 25, Siegen
Dauer: 10. Mai – 25. Juni 2011
Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen unter: 0271/404-3080

In diesem Jahr wird in Südwestfalen das 150jährige Jubiläum der Anbindung unserer Region an das überregionale Eisenbahnnetz gefeiert. Am 10. Januar 1861 erreichte die erste Lokomotive aus Betzdorf kommend den Siegener Bahnhof und verband damit unsere Region mit der Deutz-Gießener-Eisenbahnstrecke. Am 6. August des selben Jahres wurde die Ruhr-Sieg-Bahn auf dem Teilstück zwischen Altena und Siegen eröffnet, wodurch sich nicht nur der Siegerländer Montanindustrie der Weg in das Ruhrgebiet eröffnete.
Aus Anlass dieses historischen Meilensteines in der hiesigen Verkehrsgeschichte haben sich das Stadtarchiv Siegen und KulturSiegen zu einer gemeinsamen Ausstellung entschlossen, für die aus einem Fundus von mehr als 150 originalen Architekturzeichnungen von Eisenbahnbauten des gesamten südwestfälischen und angrenzenden rheinischen Raumes fünfzig Exponate ausgewählt wurden. So werden in der Ausstellung nicht nur Bahngebäude an den beiden Hauptstrecken zwischen Altena und Siegen beziehungsweise zwischen Siegen und Wissen präsentiert, sondern auch solche, die an kleineren Bahnhöfen der Nebenstrecken zu finden sind oder waren, wie zum Beispiel in Würgendorf oder Wildenburg, in Hilchenbach oder Schameder, in Röspe oder Drolshagen. Und es werden nicht nur prächtige Empfangsgebäude zu sehen sein, die Ausstellungsmacher haben auch Ringlokschuppen, Stellwerke, Dienstwohnungen für Eisenbahner und sogar ein Abortgebäude ausgewählt, um eine möglichst große Vielfalt der für den Bahnbau benötigten Gebäude zu demonstrieren. So erklärt sich auch der Titel der Ausstellung: „Empfangshallen, Stellwerke und Aborte 1861-2011.“ Die beiden ältesten Exponate stammen aus dem Jahr 1859 (Bahnhöfe in Burbach und Neunkirchen), die jüngsten aus den Wiederaufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Wilhelm Hyazinth

admin | 9. April 2011

Endlich! Nachdem Christian Brachthäusers Vortrag über Wilhelm Hyazinth am 9.  Dezember 2010 wegen heftigen Schneefalls ausfiel, wird dieser Vortrag am 14. April 2011, um 19.30 Uhr, im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs Siegen im KrönchenCenter nachgeholt.

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Vortrag: Siegen und das Siegerland 1870

admin | 17. Januar 2011

Nach Löscharbeiten stellt sich Siegens Feuerwehr dem Fotografen, 1870, Vorlage Stadtarchiv

Mit einem bebilderten Vortrag des Siegener Historikers Dr. Bernd D. Plaum beginnt die Vortragsreihe “Siegener Forum • Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte” am Donnerstag, 20. Januar 2011,  um 19.30 Uhr,
im Gruppenarbeitsraum (Raum 3.03) des
Stadtarchivs im KrönchenCenter, Markt 25, 57072Siegen
, das neue Jahr.

Der Titel der Veranstaltung im Siegener KrönchenCenter lautet: »Siegen und das Siegerland um 1870 – Einblicke, Ausblicke und Rückblicke«. Wer glaubt, die hiesige Geschichte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu kennen, dem verspricht der Referent neue Einblicke in die Lokal- und Regionalgeschichte. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Jahre um 1870, die inhaltlich unter Aspekten der Bevölkerungs-, der Wirtschaft-, Sozial-, Kultur- und Technikgeschichte ebenso behandelt werden wie die der Politik- und Alltagsgeschichte. Vielfach handelt es sich dabei um offene Forschungsfelder, zu denen wir nur über bescheidenes Wissen verfügen. Gleichwohl soll durch diesen multiperspektivischen Zugang eine größtmögliche Annäherung an die facettenreiche Realität der Jahre um 1870 erfolgen. Gelegentlich wird diese durch Rückblicke in die Jahrzehnte davor und durch Ausblicke in die Zeit hundert Jahre später in Beziehung gesetzt, um die Einzigartigkeit der Zeit zu erfassen.

Der Referent, Dr. Bernd D. Plaum, Historiker und Archivar, Vorsitzender der Geschichtswerkstatt Siegen e.V., 1952 geboren und in Weidenau aufgewachsen, promovierte 1989 bei Prof. Dr. Witthöft (Universität Siegen) mit dem Thema “Strafrecht, Kriminalpolitik und Kriminalität im Fürstentum Siegen 1750-1810″. Forschungsschwerpunkte bilden neben der Regionalgeschichte des Siegerländer Raumes Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte, namentlich Krankenhaus- und Unternehmensgeschichte, Geschichte der Jugend und des Alters.

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Siegener Beiträge 15, 2010

admin | 20. Dezember 2010

Am Mittwoch, den 22.12.2010, erscheint das neue Jahrbuch der Geschichtswerkstatt Siegen. Mit 320  Seiten hat es den Umfang eines Doppelbandes.

Die Aufsätze behandeln so unterschiedliche Themen wie die Wasserburg Haus Zeppenfeld der Herren von Seelbach-Zeppenfeld, die Grabstätten der Nassauer in Mainz, Saarbrücken und Weilburg, die Schiffbarmachung der Sieg, die Anfänge des professionellen Theaters in Siegen, die frühe Industriegeschichte von Deuz, die Siegener Eisenfachschule in ihren letzten Tagen, Aspekte der Biografie von Emmy Noether sowie die Konstruktion der nicht vorhandenen, aber politsch gewollten Region Südwestfalen. Räumlich weisen diese Artikel deutlich über das engere Siegerland hinaus, wenn sie im Kern das Gebiet zwischen Main und Lippe und Rhein und Lahn in den Blick nehmen und zeitlich spannen die Autoren den Bogen vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart.

Was will man als Leser mehr: in jeder Hinsicht breite Vielfalt und Unterhaltung auf hohem, mitunter wissenschaftlichem Niveau. Daneben schließen wie üblich einige Rezensionen das Jahrbuch ab.

Ab Mittwoch Nachmittag ist das Jahrbuch 15 im Buchhandel, im Stadtarchiv Siegen oder bei der Geschichtswerkstatt Siegen für 22,00 Euro zu erhalten.

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Buchankündigung

admin | 15. November 2010

Ein Nassauer Fürst in der Schweiz? Archivalien öffnen ein unbekanntes Kapitel der regionalen Geschichte

Wilhelm Hyazinth – wie um keinen anderen Herrscher des Hauses Nassau rankt sich ein derartiges Geflecht aus düsteren Geheimnissen, Vorurteilen und Legenden. Kein Wunder, hatte doch der umstrittene „Prince Regent d´Orange“ als letzter Vertreter des Siegener Fürstenhauses praktisch Zeit seines Lebens die Justiz in halb Europa beschäftigt, um seine oranischen Erbschaftsforderungen seit 1702 zu unterstreichen. Falsch ist sicherlich, dass er Ansprüche auf den englischen Königsthron gestellt haben soll. Tatsache aber ist, dass er 1742 nach Jahrzehnten kontroverser Auseinandersetzungen dann doch den Titel eines Fürsten von Oranien zugestanden bekam, ehe er nur ein Jahr später in Hadamar verstarb.

Christian Brachthäuser, Mitarbeiter des Stadtarchivs Siegen, legt mit seinem neuen Buch “Oranien, Preußen, Neuenburg“ nun eine weitere Ausarbeitung vor, die sich mit dem unbequemen Fürsten von Nassau-Siegen beschäftigt. Gestützt auf eine Auswertung von historischen Dokumenten im Königlich Niederländischen Hausarchiv in Den Haag und auf Recherchen im Schweizer Jura behandelt das Werk ein brisantes Thema, das ein ganz neues Licht auf die Geschichte der heimischen Fürstendynastie werfen dürfte. Gemeint sind die Forderungen Wilhelm Hyazinths auf das kleine Fürstentum Neuchâtel in der Schweiz. So erfährt der Leser auf mehr als 100 Seiten, dass die Grafen von Chalon seit dem Mittelalter auch die Lehnsherren des Gebietes am Neuenburger See gewesen waren. Ihre Güter fielen im Jahre 1395 jedoch an das Haus Urach-Freiburg im Breisgau, nur wenige Jahrzehnte 1457 an die badischen Markgrafen von Hachberg und 1504 an das bourbonische Haus Orléans-Longueville. Pikant: Bei jedem dieser Herrschaftswechsel waren die Ansprüche der Fürsten von Oranien bzw. Grafen von Chalon übergangen worden, obwohl diese als rechtmäßige Lehnsherren galten. „Als dann im Jahre 1707 das Haus Orléans-Longueville erloschen war, erinnerte sich insbesondere Wilhelm Hyazinth an das prestigeträchtige Fürstentum in der Schweiz. In zahlreichen Rechtsgutachten und juristischen Streitschriften versuchte er als Comte de Chalon zu Beginn des 18. Jahrhunderts als ältester noch lebender Vertreter Nassau-Oraniens das Gebiet für sich zu beanspruchen. Diese Haltung war übrigens durchaus legitim. Nicht zu Unrecht bezeichnete man Wilhelm Hyazinth übrigens auch als rechtmäßigen Fürsten von Neuchâtel, als er 1741 als letzter katholischer Landesherr in Hadamar einzog“, wie Brachthäuser bemerkt. Doch die Zeichen der Zeit hatten gegen den umstrittenen Regenten gestanden. Seine Interessen wurden kurzerhand abgeschmettert und von der Geschichtsschreibung bis heute ignoriert. Ausgerechnet das mächtige Königreich Preußen, der erbitterter Rivale auch im oranischen Erbschaftsstreit, war durch einen Gerichtsbeschluss vom 3. November 1707 als Erbe Neuchâtels anerkannt worden. „Alleine das Zugeständnis des oranischen Fürstentitels 1742 dürfte jedoch nahe legen, dass auch die angestrebte Erbfolge in Neuchâtel wohl doch nicht ganz unberechtigt gewesen war, wie man vielleicht zunächst denken dürfte“, so der Autor in seinem neuen Buch, das ab sofort im Buchhandel für nur 9,80 EUR (ISBN 978-3-935910-78-1) erhältlich ist.



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Jahrbücher im Sonderangebot zum NRW-Tag in Siegen

admin | 14. September 2010

Das "Große Buchpaket zur regionalen Geschichte"Die Geschichtswerkstatt Siegen bietet anlässlich des NRW-Tages ältere Jahrgänge des Jahrbuches “Siegener Beiträge” zum Sonderpreis an:

Jedes Exemplar der Bände 2 (1997) bis 11(2006) sowie der Sonderband 2000 ist am 18. und 19. September 2010 für 10,00 € zu erwerben.

Wer das “Große Buchpaket zur regionalen Geschichte” kaufen möchte, das alle oben aufgeführten Bände umfasst, zahlt nur 75,00 €.

Das “Kleine Buchpaket zur regionalen Geschichte” besteht aus fünf Jahrbüchern, die aus den angeführten Bänden frei ausgewählt werden dürfen und zusammen für 40,00 € zu haben sind.

Die Jahrbücher 12 (2007) und 13/14 (2008/2009) sind ebenso wie die übrigen Sonderbände nur zum regulären Preis zu erwerben.

Der Büchertisch befindet sich Stadtarchiv Siegen, KrönchenCenter.

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Le Prince Regent d´Orange – Publikation über den umstrittenen Fürsten Wilhelm Hyazinth

admin | 18. August 2010

Ein neues Buch zu Wilhelm Hyazinth Fürst zu Oranien und Nassau-Siegen (1667-1743) ist erschienen: Um keinen anderen Herrscher des Fürstenhauses Nassau ranken sich derart zahlreiche Anekdoten und mythische Verklärungen. In erster Linie wird der Name des letzten Siegener Fürsten mit dem grausamen Justizmord an dem Weidenauer Gewerken Friedrich Flender vor der Haardt am 29. März 1707 in Verbindung gebracht. Ein ausgesprochener Finsterling, ja sogar ein Gewaltherrscher soll er gewesen sein, der sein Volk im Siegerland knechtete, während er an den Höfen Europas stolzierte und seinen eigene Familie schikanierte. Ein größenwahnsinniger Despot, der im Jahre 1703 auf der Suche nach Ruhm und Macht sogar kaltblütig seinen eigenen Sohn im Rödger Wald erschossen haben soll. Wer war dieser geheimnisumwitterte Mann, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts völlig überschuldet zu Auslandsaufenthalten in Den Haag, Paris und Avignon aufbrach und über Jahrzehnte durch sein anmaßendes Auftreten die Justizbehörden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation beschäftigte?

Christian Brachthäuser, Mitarbeiter des Stadtarchivs Siegen, hat sich auf Spurensuche begeben. Gestützt auf seinen Nachforschungen im Königlich Niederländischen Hausarchiv in Den Haag, im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden sowie auf zahlreiche Forschungsreisen in die Niederlande und in die Schweiz porträtiert er den Lebensweg des unbequemen Fürsten Wilhelm Hyazinth. „Im Vorfeld meiner Recherchen interessierte mich in erster Linie die Frage nach dem Motiv für sein egozentrisches Auftreten. Und dafür hatte Fürst Wilhelm Hyazinth einen triftigen Grund. Immerhin wurden seine berechtigten Forderungen auf das Fürstentum Oranien im Süden Frankreichs ignoriert“, so Brachthäuser. Gemeint ist die Verwicklung des Siegener Regenten in den so genannten “oranischen Sukzessionsstreit“ (1702-1732). Nach dem Tod des kinderlosen Wilhelm III. Prinz zu Oranien, Graf zu Nassau-Breda, König von England, Schottland und Irland sowie Statthalter der Republik der Vereinigten Niederlande (1650-1702) hatte sich Fürst Wilhelm Hyazinth fest entschlossen gezeigt, als nächster männlicher Blutsverwandter des verstorbenen Monarchen seine Ansprüche auf Oranien geltend zu machen. „Viele Geschichtsinteressierte zwischen Sieg und Dill werden wahrscheinlich gar nicht wissen, dass der Siegener Fürst sogar das Fürstentum Neuchâtel in der Schweiz für sich beanspruchte, und dies nicht zu Unrecht“, erklärt der Autor, der in seinem Werk mit einer Reihe von Vorurteilen über den umstrittenen Landesherrn aufräumt. „Die Mär vom bösen Fürsten, der hinterrücks seinen Sohn erschossen haben soll, ist purer Unsinn. Die Archivalien beweisen ganz eindeutig, dass der junge Erbprinz Franz Josef im Oberen Schloss an den Folgen einer schweren Krankheit verstarb, und nicht durch die Hand seines Vaters. Auch verstarb Wilhelm Hyazinth nicht im Stummen Loch in Siegen, wie es die Siegerländer Sagenwelt berichtet, sondern in seiner Residenz in Hadamar, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Zwar forderte er in dem Erbschaftsstreit das Königreich Preußen heraus, aber er stellte bestimmt keine Forderungen auf den englischen Thron, wie es immer wieder kolportiert wird“, so Brachthäuser weiter. „Le Prince Regent d´Orange – Wilhelm Hyazinth Fürst zu Oranien und Nassau-Siegen“ beschreibt die Lebensstationen des letzten Vertreters des heimischen Fürstenhauses, aber auch die weitreichenden politischen Diskussionen des 18. Jahrhunderts.

Das reich illustrierte Buch im stattlichen DIN A-4-Format ist zum Preis von 18,90 Euro ab sofort überall im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-935910-75-0).

 

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Wilhelm Hyazinth, 1667-1743

admin | 21. Juni 2010

Am 09.12.2010 spricht Christian Brachthäuser, Siegen, über „Le Prince Regent d´Orange“ – Wilhelm Hyazinth Fürst zu Oranien und Nassau-Siegen (1667-1743)

Der letzte Regent der Dynastie Nassau-Siegen wird heute primär mit der Exekution des Weidenauer Gewerken Friedrich Flender vor der Haardt am 29. März 1707, aber auch mit einer unerträglichen Steuerlast für die drangsalierten Untertanen im katholischen Landesteil des Fürstentums Nassau-Siegen in Verbindung gebracht. Im Vordergrund der Veranstaltung steht jedoch der Anspruch Fürst Wilhelm Hyazinths auf das Fürstentum Oranien im Süden Frankreichs. Nach dem Tod von Wilhelm III. Prinz von Oranien, Graf zu Nassau-Breda und König von England, Schottland und Irland (1650-1702) meldete der Siegener Souverän als nächster männlicher Blutsverwandter berechtigte Ansprüche auf die Sukzession an. Jedoch erst die Ratifizierung des “Frankfurter Vertrags“ im Februar 1742 garantierte dem Siegener Souverän nach vier Jahrzehnten juristischer Streitereien durch ein Abkommen mit Wilhelm IV. Karl Heinrich Friso Prinz zu Oranien und Fürst zu Nassau-Diez (1711-1751) den Titel eines “Fürsten zu Oranien“.

Christian Brachthäuser präsentiert bislang unbekannte Fakten im Zusammenhang mit dem “oranischen Sukzessionsstreit“ (1702-1732), u.a. die Ansprüche von Fürst Wilhelm Hyazinth auf das Fürstentum Neuchâtel in der Schweiz, und geht den besonders im Siegerland kursierenden Gerüchten über den letzten Fürsten des Hauses Nassau-Siegen auf den Grund. Ermordete der vermeintliche Tyrann sogar seinen eigenen Sohn? Illustriert werden die Erbschaftsforderungen des letzten Regenten von Nassau-Siegen durch die multimediale Präsentation von zeitgenössischen Kupferstichen, Pergamenturkunden, Fotografien und juristischen Dokumenten.

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Theater in Siegen

admin | 21. Juni 2010

Am 18.11.2010 stellt Ludwig Burwitz, Siegen, seinen Beitrag zur Theatergeschichte Siegens unter dem Titel vor: „ … mache ich dem Commödianten Reinhardt bekannt, dass er nebst seiner Gesellschaft, um das weitere Schuldenmachen nicht mehr fortsetzen zu können, am zweiten des folgenden Monats Juny die hiesige Stadt verlassen haben muss, …“ – Wanderschauspieler in bergischer Zeit in Siegen.

Anfang September 2007 erhielt das Theater in Siegen im ehemaligen Apollokino erstmals eine feste Spielstätte. Beleg für die ‚Kulturferne‘ der ehemaligen Montanstadt? In der vierten Spielzeit jedenfalls sollte die Zeit gekommen sein, sich mit einigen Aspekten der hiesigen Theatergeschichte auseinander zu setzen.

Denn bereits am 15. August 1808 trat „mit hoher obrigkeitlicher Bewilligung zum Geburtsfeste Sr. Kaiserlich-Königlichen Majestät von Frankreich Napoleon des Großen“ die Wandertruppe des Schauspieldirektors Anton Thomala im Ballhaus des Siegener Unteren Schlosses auf. Von der einschlägigen lokalen Geschichtsschreibung wird dieses Datum gemeinhin als der Beginn der Siegener Theatergeschichte angesehen. Wer war Thomala? Was führte seine Wandertruppe nach Siegen? Welche Stücke wurden gespielt? Wie aufgeschlossen waren die Siegener für diese Darstellungen? Wie reagierten die Behörden? Blieb Thomalas Gastspiel das Einzige im frühen 19. Jahrhundert? Antworten auf diese und eine Reihe anderer Fragen versucht der Referent in seinem Vortrag zu finden.

 

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